Lesen, um das Warten auf Bücher zu überbrücken

Oktober 06, 2017



"The waiting time, my brothers,
Is the hardest time of all."         - Sarah Doudney

Es gibt eigentlich immer Zeiten, in denen neue Bücher unterwegs zu einem sind. Vorbestellte Bücher, kürzlich bestellte Bücher, eventuell auch ein Rezensionsexemplar, auf welches man sich sehnsüchtig freut.
Und obwohl man daheim noch genügend Bücher herumliegen hat, die man zur Hand nehmen könnte, ja, die sogar manchmal schon mehrere Jahre darauf warten gelesen zu werden, kann man es kaum erwarten, bis der Postbote klingelt. Schlimmer wird es sogar noch, wenn man nachverfolgen kann, wo sich das Buch befindet, beziehungsweise, dass es sich nicht in der Nähe befindet und man abschätzt, an welchem Tag es nun zu einem stößt.

Und dennoch ist der klügste Zeitvertreib tatsächlich das Lesen. Da ich noch auf einige Herbstbücher warte, habe ich spontan zu einem Buch gegriffen, dass ich letztens als Mängelexemplar ergattern konnte. Normalerweise landen diese Bücher bei mir erst einmal auf einem 'Notfall-Stapel', den ich lese, falls ich plötzlich vor einem nicht mehr existenten 'zu-lesen-Stapel' sitze. Jeder weiß wohl ganz genau, dass diese Situation sicherlich nie vorkommen wird.
Daher werde ich nun die nächsten Tage damit verbringen, alle oder zumindest viele Bücher zu lesen, die ich viel zu lange aufgeschoben habe und die mir das schlechte Gewissen erleichtern, dass ich wieder auf neue Bücher warte. 

Und doch stelle ich überraschend fest, dass mich der Ehrgeiz gepackt hat, sich den vielen Geschichten zuzuwenden, die hier schon so lange herumliegen. Wer weiß, vielleicht ist der Gedanke an ein komplett gelesenes Bücherregal ja doch nicht so unwahrscheinlich...




























Kommentare:

  1. Da geht es mir ganz oft genauso. Wenn ich auf neue Bücher warte, schaue ich oft in solche, die schon länger in meinem Besitz sind, die ich bisher aber nicht gelesen habe. So kann man die Wartezeit sinnvoll nutzen.

    Neri, Leselaunen

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    1. Das stimmt. Aber ich hoffe, dass ich den Faden nicht wieder ganz verliere und die älteren Bücher in Vergessenheit geraten. : )


      Liebe Grüße
      Karin

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  2. Ach, das kommt mir auch nur allzu bekannt vor! Leider ist es dann doch so, dass meistens mehr Bücher auf dem Weg zu mir sind oder spontan in der Buchhandlung aufgegabelt werden, als ich dann letztendlich lese, aber ich greife durch die Wartezeiten doch auch öfter zu Büchern, zu denen ich wahrscheinlich erst wesentlich später gegriffen hätte, wenn das erwartete Buch bereits bei mir angekommen wäre.
    Ganz liebe Grüße und einen guten Start in die Woche morgen!
    Liesa

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    1. Ja, es ist schon merkwürdig. Aber wenn man plötzlich kein 'ganz neues' Buch vor sich liegen hat, dann wird einem erst bewusst, wie viele 'ältere' Bücher sich so bei einem tummeln. Ist dann doch ganz schön, wenn man es wenigstens schafft, zwei oder drei davon zu lesen. :)


      Liebe Grüße
      Karin

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  3. Ein schönes Vorhaben :) Ich finde es immer ganz furchtbar, wenn ich meinen TBR anschaue und sich da immer noch Bücher tummeln, die ich vor Jahren gekauft habe. Das ist für mich einfach nicht Sinn der Sache, deshalb habe ich in letzter Zeit versucht immer mal wieder eine der "Leichen" einzuschieben. Manchmal sind da echt richtige Überraschungen dabei, andere konnte ich aber auch nach 100 Seiten abbrechen und endlich aussortieren.

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  4. Ich möchte momentan auch gezielt die Bücher lesen, die schon am längsten unbeachtet im Regal stehen und an denen ich vielleicht zwischenzeitlich schon fast das Interesse verloren habe. Vielleicht werde ich ja doch noch überrascht. Man muss nicht immer die neuen Bücher haben, wenn man schon genug hat, die das Potenzial haben, mindestens genauso gut zu sein. :)

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