August: Geburtstage und Bücher vertragen sich gut

August 31, 2017






Der August ist immer wieder ein sehr spannender Monat. Vor Jahren habe ich mich immer auf den 23. August gefreut, besonders wenn es darum ging, die Volljährigkeit zu erreichen. Inzwischen wünscht man sich zwar, dass das Alter einfach ab fünfundzwanzig nicht mehr gezählt wird, aber der Tag an sich, ist immer wieder eine kleine Liebeserklärung an das Leben.
Ich mag es, diesen Tag mit den Menschen zu verbringen, die man liebt. Dabei spielt für mich das "große Feiern" aber mittlerweile eine kleinere Rolle. Kaffee und Kuchen reichen völlig aus. Und genauso sah es dann bei mir auch aus. Glücklicherweise durfte ich mich auch über "einige" Bücher freuen. Zum einen bekam ich "The selected works of Virginia Woolf" geschenkt, zum anderen einen Gutschein, da meine Schwester und ihr Schwager nicht genau wussten, was sie mir schenken sollten. Daher werde ich mir diesen Gutschein vielleicht sogar noch etwas aufsparen und mich dann mit passender Weihnachtslektüre versorgen. Ein passendes Lesezeichen gab es von den beiden aber schon einmal.
Zusätzlich durfte ich mir als "Vorgeburtstagsgeschenk", etwas bei "The Folio Society" bestellen. Dadurch sind vier Bücher bei mir eingezogen, die ich in diesem Beitrag festgehalten habe.
Ansonsten gab es noch Buchzubehör in Form der "Heiligtümer des Tods"-Kette, worüber ich mich natürlich unfassbar gefreut habe und ein Parfum, dass ich glaube ich schon seit gefühlt zehn Jahren haben wollte, mich aber nie dazu durchringen konnte, es zu kaufen.

Die letzten Tage des Monats war ich dann noch einmal mit meiner Mama unterwegs. Sie hat mich spontan auf einen Zwei-Tages-Trip eingeladen, der mir im Nachhinein wirklich bitter nötig erschien. Außerhalb des Landes stelle ich mein Handy grundsätzlich immer aus und dieses Gefühl der völligen "Ruhe" war unbezahlbar. Da ich überlege, einen gesonderten Beitrag über die Reise zu schreiben, werde ich mich hier ein wenig zurückhalten und versorge euch nun mit den Informationen zu meinen gelesenen Büchern im August:

Wie immer gelangt ihr durch Anklicken des Buchtitels, falls vorhanden, auf die jeweilige Rezensionsseite.

"Die Spieluhr" von Ulrich Tukur Meine erste Lektüre griff ich tatsächlich spontan auf. Es war Tag der Buchliebhaber und ich wollte meine damals aktuelle Lektüre "Boston" unterbrechen und ein kürzeres Buch komplett durchlesen. Das ist mir mit Ulrich Tukurs Roman auch geglückt. Das lag sicherlich daran, dass die Geschichte selbst, nicht sonderlich "dick" ist und relativ schnell in Fahrt kommt. 
Ich mochte die Idee des Romans, musste mir aber an der einen oder anderen Stelle den Satz noch einmal durchlesen, da sich mit der Zeit die "Welten" zu vertauschen schienen. Dennoch ein recht unterhaltsames Buch, das man gerne zur Hand greifen sollte, wenn man keine Lust auf einen Epos hat.

"Love Poems" (hrsg.) von Max Morris Kurz, aber nicht kurzweilig kam dieses kleine Büchlein daher. Es besteht aus Liebesgedichten verschiedener Autoren und Zeiten. Natürlich brauchen einige Gedichte eine etwas genauere "Analyse", denn Shakespeare verstehe ich nicht immer aus dem Stehgreif, dennoch gibt es auch moderne Gedichte, welche das Herz erwärmen, die man einfach nur liest und dadurch ein träumerisches Gefühl bekommt.

"Die Kapitel meines Herzens" von Catherine Lowell Überrascht war ich tatsächlich von diesem Roman, der auf den ersten Blick recht "normal" wirkt. Bei dem Titel war ich mir anfangs auch etwas unschlüssig, ob ich ihn gut finde, denn er klingt nach typischem Frauenroman. Im Original hingegen erweckt der Titel sofort die Assoziation zu Jane Eyre.
Und diese gefüllte Ladung an Informationen zu den Bronte-Schwestern und ihrer Familie bekommt man dann auch tatsächlich. Es geht um ein angeblich verschollenes, wertvolles Erbe der Schwestern und ihre einzige Nachfahrin soll es nun finden. Dabei wird dem Leser wirklich in diese Welt der Schriftstellerinnen geführt, die ich von Anfang an mochte. Die Geschichte war für mich wahrlich mehr als nur eine Liebesgeschichte, denn dieser Aspekt hielt sich meiner Meinung nach wirklich in Grenzen. Dennoch ist die gesamte Verteilung zwischen interessanten Fakten rund um die Brontes und die Darstellung des Lebens der Protagonistin wirklich gut geglückt.

"Boston" von Upton Sinclair Mein wohl umfangreichstes Buch, das ich in letzter Zeit gelesen habe. Dafür war es aber unfassbar lesenswert. Ausführliche Gedanken dazu findet ihr natürlich schon in der Rezension, daher würde ich hier gerne einfach nur noch einmal aufgreifen, dass ich die Thematik sehr wichtig finde und auch die Problematik, welche sich in Teilen der Gesellschaft abspielt.
Es ist geradezu wahnwitzig zu lesen, dass sich vieles aus dem Buch gar nicht verändert hat, obwohl das Schicksal der beiden Männer dazu führen sollte, dass dies eben doch geschieht. Wer also gerne wieder nach einer etwas längeren Lektüre sehnt, dem sei "Boston" herzlich empfohlen.

"Swing Time" von Zadie Smith Mein fünftes Buch diesen Monat, hat man glaube ich auf sämtlichen Social-Media-Kanälen gesehen. Mich hat der Roman sofort neugierig gemacht, da mich die Tanzthematik und die dadurch entzweite Freundschaft irgendwie interessiert hat. 
Vieles fand ich auch recht gut umgesetzt, denn auch hier spielen Machtverhältnisse eine Rolle und das wird im Roman sofort deutlich. Auch der rote Faden hinsichtlich des Tanzes war für mich nachvollziehbar und gut aufgegriffen, wenn ich ganz zu Beginn mit einer noch viel prägnanteren "Tiefe" dahingehend gerechnet hatte. Es haben sich zwar zudem auch einige unnötige Längen eingefunden, aber der Gesamteindruck war für mich durchaus positiv. Das Buch wirkt hinsichtlich des Inhalts nicht zu "schwer", lässt einen aber auch nicht komplett ohne kritische Gedanken zurück.





Kommentare:

  1. Huhu Karin,
    ich wünsche dir noch alles Liebe nachträglich zum Geburtstag! Ich hoffe du hattest einen tollen Tag. Ich brauche auch keine große Feier, mit den Lieben zusammenzusein reicht mir schon aus:-)
    Ich wünsche dir viel Freude mit deinen neuen Schätzen. Und die Kette ist ja auch klasse!
    Liebe Grüße, Petra von Papier und Tintenwelten

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    1. Och, vielen lieben Dank!!
      Ja, ich glaube man powert sich in seinen "jungen Jahren" reichlich aus, da schadet es nicht, wenn man irgendwann etwas gemütlicher wird. :)

      Über Harry-Potter-Sachen freut man sich tatsächlich irgendwie immer, egal welches Alter man erreicht, das ist wirklich schön. :)

      Liebe Grüße
      Karin

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